KWS Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum Karl-Wacker-Schule Donaueschingen
Schulstandort wird gestärkt - Vier Donaueschinger Pilotschulen bei digitaler Lernplattform

Kinder- und Familienpolitik hat in Donaueschingen einen besonderen Stellenwert. Lange bevor es aufgrund der demografischen Entwicklung unabdingbar wurde, sich mit diesem Thema zu befassen hat Donaueschingen bei der Kinder-, Jugend- und Familienförderung Maßstäbe gesetzt und als zukunftsorientierte Stadt optimale Rahmenbedingungen geschaffen, um sowohl eine qualitativ hochwertige Betreuung und Bildung von Kindern und Jugendlichen als auch eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen.

 

Insbesondere der Bereich Bildung ist seit jeher Schwerpunktthema der Donaueschinger Kommunalpolitik. Denn eine altersgerechte und solide Schulbildung ist Voraussetzung für die optimale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen, aber auch für den Erhalt und die Entwicklung unserer Kultur, unserer Wirtschaft, unseres Wohlstands und zugleich Standortvorteil der Stadt gegenüber anderen Gemeinden.

 

Donaueschingen nimmt die Funktion eines regionalen Schulzentrums bereits seit Jahrzehnten wahr und gilt mit rund 40 Betreuungs- und Bildungseinrichtungen schon lange als „Großstadt" im Bildungssektor. Donaueschingen verfügt über sämtliche Schularten und ein stabiles Schulsystem, in dem alle schulischen Abschlüsse abgelegt werden können. Hinzu kommen die Volkshochschule Baar, die Kunst- und Musikschule sowie verschiedene Berufsschulen, die das Angebot abrunden. Die Stadt ist stolz auf ihre Einrichtungen, denn sämtliche Schulen sind gut in Schuss und die Bildungsangebote werden stetig weiterentwickelt - wobei die Digitalisierung der Schulen in den kommenden Jahren ein großes Thema sein wird.

 

Dass Donaueschingen auch in diesem Bereich den Finger am Puls der Zeit hat belegt die Tatsache, dass mit Beginn des zweiten Schulhalbjahres 2017/2018 vier Donaueschinger „Pilotschulen“ vom Kultusministerium bei der Digitalisierung des Unterrichts unterstützt werden. Das Fürstenberg-Gymnasium, die Gewerblichen Schulen, die Kaufmännischen und Hauswirtschaftlichen Schulen, und die Karl-Wacker-Schule wurden ausgewählt, an der anderthalbjährigen Testphase der digitalen Bildungsplattform ella@bw teilzunehmen. Insgesamt gehen aus ganz Baden-Württemberg rund 100 Schulen an den Start. Mit der zentralen Plattform soll den Schulen im Land eine verlässliche, schulübergreifende, datenschutzkonforme Lösung für digitales Lernen zur Verfügung gestellt werden.

 

Es ist ein besonderes Prädikat für die Stadt, dass von landesweit rund 100 Schulen vier Bildungseinrichtungen aus Donaueschingen in die Pilotphase dieses zukunftsweisenden Projekts aufgenommen wurden. Diese Auszeichnung macht den Schulstandort Donaueschingen noch attraktiver und stärkt das Bildungsangebot vor Ort ganz wesentlich. Es ist ein Zeichen dafür, dass die Schulen vor Ort kompetent, engagiert, zukunftsorientiert und offen für Neues sind.

 

Details der digitalen Bildungsplattform „ella@bw“


Die digitale Bildungsplattform „ella@bw“ soll nach der Vorstellung des Kultusministeriums die Schulen in Baden-Württemberg nicht nur neue Wege bei der Unterrichtsgestaltung eröffnen, sondern den Umgang mit Daten im schulischen Umfeld auch rechtssicher machen. Der Name steht als Abkürzung für Elektronische Lehr- und Lernassistenz.


Teil des Digitalisierungsprogamms ist die Einführung landesweit einheitlicher dienstlicher E-Mail-Adressen für alle Lehrkräfte. Neben einer Mail- und Kalenderfunktion zählen zum Startpaket von „ella@bw“ ein sicherer Cloudspeicher, ein Online-Office-Paket sowie eine Videokonferenzfunktion. Die Anwendungen werden über den Webbrowser bereitgestellt und können damit auf mobilen Endgeräten ebenso wie Desktop-Rechnern genutzt werden.


Den technischen Betrieb der Plattform übernehmen die Landesoberbehörde IT Baden-Württemberg (BITBW) sowie der kommunale IT-Dienstleister KIVBF. Das Land Baden-Württemberg finanziert den Aufbau der Plattform und die Betriebskosten im Rahmen der Einführungsphase. Ziel ist, dass im Schuljahr 2019/2020 die Plattform in Abstimmung mit den Kommunen im Land in den Regelbetrieb geht.

 

 

Beatrix Grüninger